Bundesverdienstkreuz für Susanne Fey - Epikurier

Bundesverdienstkreuz für Susanne Fey

Lange Jahre Weggefährten beim Elternverband: v.l.: C. Schmoldt, N. Benzler, S. Fey, D. Wittig-Moßner, M. Schauer und G. Warncke
© privat

Susanne und ich haben uns 2001 bei einer Veranstaltung des Landesverbands Epilepsie Bayern auf Frauenchiemsee kennengelernt. Wir waren zufällig im gleichen Elternseminar, beide „nur“ Mütter mit epilepsiekranken Kindern ohne große Erfahrung in der Selbsthilfearbeit. An diesem Wochenende wurden wir auch Gründungsmitglieder des e.b.e. epilepsie bundes-elternverbands.

 

In den nächsten Jahren „stolperten“ wir dann irgendwie gemeinsam in verantwortungsvolle Posten – Susanne beim Elternverband, ich beim Landesverband Epilepsie Bayern. Zusammen sind wir seit langen Jahren Redakteure beim epiKurier.

 

Wir haben zusammen gelacht, geweint, uns aufgeregt, uns engagiert und wussten immer, wir können uns aufeinander verlassen.

 

Was Susanne von mir gelernt hat, weiß ich nicht so genau – zumindest den fränkischen Dialekt, das auf alle Fälle.

 

Aber was ich von Susanne gelernt habe, da bin ich mir ganz sicher:

 

  • Aktiv sein und bleiben, trotz aller  Widerstände.
  • Nicht aufgeben, auch wenn es schwer ist, wenn mal wieder nichts vorangeht.
  • Und wenn es eine Petition braucht,  um die Gesetzgebung zu verändern, dann machen wir diese.
  • Ganz nach ihrem Motto: Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat’s einfach gemacht.
  • Mit den richtigen Partnern schafft man so vieles, es ist einfach unglaublich.
  • Und ob ich nach dem Tod meines Kindes die Kraft hätte, weiterzumachen mit all der Selbsthilfearbeit, ob ich weiterhin Eltern beraten, Artikel schreiben und Interviews führen könnte, ich weiß es nicht. Susanne konnte das. Diese Stärke bewundere ich noch heute.

 

Jetzt bekommt Susanne für ihre immense Arbeit der letzten Jahrzehnte das Bundesverdienstkreuz und sagt uns: „Ich habe den Orden nicht alleine bekommen, es sind ganz viele an diesem Erfolg beteiligt.“ etc. etc. etc.

 

Aber das kannst du vergessen, liebe Susanne – diese „Suppe löffelst du alleine aus“!

 

Wir sind gerne heute nach Wuppertal gekommen, um bei der Verleihung dabei zu sein und uns mit Dir zu freuen – aber mehr auch nicht.

 

Die Ehrung gehört Dir, nur Dir! Das hast Du Dir so was von verdient! :-)

 

Doris Wittig-Moßner

anlässlich der Verleihung am 29.01.2020