Nachlese Trommelworkshop in München - Epikurier

Nachlese Trommelworkshop „Trommeln wie in Afrika“ in München am 14.01.2005

Bild: TrommlerZu meiner Person:
Mein Beruf: Heilerziehungspfleger, Musiktherapeut und Heilpädagoge.
Meine Besonderheit: Ich bin von Epilepsie Betroffener und verstehe diesen Zustand nicht als Krankheit, sondern mehr als eine von vielen Aufgaben des Lebens.

Was haben Trommeln und Epilepsie miteinander zu tun?
Als Musiktherapeut und Epileptiker - beides sehr ehrenwerte Berufe - habe ich mich natürlich mit den Zusammenhängen von Musik und Epilepsie beschäftigt. Der Zusammenhang wird in vielen Kulturen in der Literatur beschrieben. Die neuesten musikmedizinischen Forschungen stellen u.a. ein paar wichtige Verbindungen vor allem in der Neurologie und Psychosomatik her. Ich bin darauf gestoßen, dass in vielen Fällen Rhythmus, also das Trommeln von Rhythmen in der Gruppe, sich günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Meine Hypothese ist, dass Epilepsie eine Krankheit ist, die den Rhythmus braucht im Sinne von Lebensrhythmus, Biorhythmus, Schlaf - und Wachrhythmus. Aber wichtig ist, der Groove, der dabei entsteht. Auf das Leben übertragen wäre dies die Freude und der Spaß an der Melodie und das positive Lebensgefühl, das sich entwickelt.

Die Absicht des Workshops „Trommeln wie in Afrika“ war, einen Teil der afrikanischen Rhythmen in Verbindung mit Klangmeditationen anzubieten.
Als Koordinationsübung bot ich Klatsch- und Tanzspiele an, auf die ein einfacher afrikanischer Text gesungen wurde, was sehr erheiternd für uns alle war.

Zur Organisation:
Da der Workshop relativ bald nach dem Jahreswechsel ausgeschrieben war, kamen die Anmeldungen etwas kurzfristig. Der Workshop fand in einer alten Kneipe - die ich gerade im Begriff war, zu schönen Übungsräumen umzubauen - statt.
Ein Teil der Teilnehmer reiste sogar aus Donauwörth an, der Rest stammte aus München und Umgebung. Der Altersdurchschnitt lag bei ca. 35 Jahren, es nahmen gleich viel Männer und Frauen teil. Ich hätte mir persönlich eine noch regere Teilnahme erhofft.

Die Teilnehmer waren so begeistert, dass sie sich einen Aufbauworkshop wünschten, wozu es aber langfristigere Werbung braucht. Vielleicht lässt sich ein solcher Aufbauworkshop ja verwirklichen – eventuell mit mehr Leuten.

Interessenten können sich bei mir - Alexander Tchelebi - unter der Telefonnummer 089 - 444 096 52 oder per E-Mail an Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailalexandermusik(at)hotmail.com melden. Bis dann!