Rezensionen - Epikurier

Stern Ratgeber: Betreuung von Angehörigen

Herausgeber: Bernhard Klinger
Linde Verlag, 1. Auflage 2011 (März 2011)
ISBN 978-3-7093-0338-2
168 Seiten, Preis: € 9,90

Dieser umfangreiche Ratgeber stellt in leicht verständlicher Sprache die Rechte von Betreuern und Betreuten dar. Er gibt Antworten auf alle wesentlichen Fragen, die sich im Hinblick auf das Betreuungsrecht stellen: Wer kann Betreuer werden? Wie werde ich Betreuer? Für welche Belange sollte eine Betreuung angeregt werden? Was gehört zu den Aufgaben des Betreuers? Wie haftet der gesetzliche Betreuer? Wie hoch ist die Vergütung des Betreuers?

Dieser Leitfaden bietet einen leichten Einstieg in eine sehr komplexe Thematik. Zu empfehlen ist dieses Handbuch unbedingt für Angehörige, die eine gesetzliche Betreuung übernehmen oder für die Wahl des Betreuers Informationen benötigen.

Margret Meyer-Brauns, München

Rosskuren. Brachiale Heilmethoden für den Alltag

Autor: Hans Zengeler
Mabuse-Verlag, 2. unveränderte Auflage (Februar 2012)
ISBN 978-3925499326
126 Seiten, Preis: € 12,90

Der Autor Hans Zengeler hat originale Anleitungen zur Selbstheilung für alle wichtigen Gegenwartskrankheiten aus alten Archiven gesammelt, erzählerisch aufbereitet und für den heutigen Alltag nutzbar gemacht. Ob Schnupfen, Husten, Fieber, Hals- oder Zahnweh, Bauchweh, Koliken, Erbrechen oder Verstopfung, aber auch für Fortpflanzungs- und seelische Probleme gibt es alte und wohlmeinende „Tipps“ und „Ratschläge“, bei deren Anwendung man(n)/frau allerdings nicht zimperlich sein darf.

Kleine Kostprobe gefällig? Hier ein Auszug:
Woher einen Zahnarzt bekommen, mitten in der Nacht? Jedenfalls ist dies die Zeit und der Umstand, wo man, wie ich meine, bereit ist, eine Roßkur sofort anzuwenden: Gegen sehr heftiges Zahnweh rät man nachts 12 Uhr oder wenigstens vor Sonnenaufgang auf den Kirchhof zu gehen und in ein Totenbein zu beißen. Etwas ungewöhnlich, ja das schon. Vielleicht auch strafrechtlich bedenklich. Man könnte deswegen verhaftet oder in ein Irrenhaus gebracht werden. Eines aber wäre man mit großer Wahrscheinlichkeit: Vom Zahnweh befreit. Denn jetzt hätte man andere Sorgen.

Ein nicht ganz ernst gemeinter, volksmedizinischer Ratgeber, der auch ohne entsprechendes Wehwehchen für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgt!

Doris Wittig-Moßner, Nürnberg