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Tigerherz: Die Schicksalsgeschichte eines Spitzenturners mit Epilepsie

Lucas Fischer/Katrin Sutter

Aris Verlag (April 2017)

200 Seiten

ISBN 978-3952465400

Buch € 26,00 (amazon/weltbild.de)

Er gilt als Schweizer Jahrhunderttalent. Von Kindesbeinen an trainiert der Kunstturner Lucas Fischer bis zu 30 Stunden die Woche auf seinen Traum hin – die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Ein Ziel, das er jedoch nie erreicht. Im Alter von 20 Jahren erkrankt er an Epilepsie und steht vor der schwierigen Frage, ob er seine Karriere als Spitzenturner fortsetzen kann. Er entscheidet sich, das Risiko einzugehen – und wird belohnt. Mit seiner Barrenübung gewinnt Lucas Fischer an der EM 2013 die Silbermedaille. Doch das Glück währt nicht lange. Die Krankheit und weitere Verletzungen legen ihm erneut Steine in den Weg. Im September 2015 tritt er überraschend zurück und fällt in ein tiefes Loch. Daraus befreit ihn ein neuer Traum: Lucas Fischer wagt eine Karriere im Showbusiness.

 

„Tigerherz“ ist das Portrait eines jungen Sportlers, dessen Epilepsie ihn aus seinem streng geplanten Alltag reißt und seine vorgezeichnete Lebensplanung komplett über den Haufen wirft. Der entscheiden muss, ob er aufgibt oder kämpft. Dabei wird die Geschichte immer von zwei Seiten beleuchtet – auf die Worte des unbeteiligten Erzählers folgen immer die eigenen Schilderungen von Lucas Fischer, seine ganz persönliche Sicht der Dinge: Wie viel Mut dazu gehört, nach einem Grand-mal wieder am Reck oder Barren zu trainieren, nach einem Anfall während eines Wettkampfs die Blicke der Kollegen bzw. der anderen Sportler zu ertragen und vieles mehr.

 

Hinfallen und wieder Aufstehen – die Geschichte aller Menschen mit Epilepsie – auch Lucas Fischer erlebt dies. Rückschläge wegstecken und nie aufgeben, das macht er. Aber man liest auch, wie viel Kraft ihn dies kostet.

 

Spannend, bewegend und sehr berührend – eine Geschichte über einen Kämpfer, der seinen ganz eigenen, neuen Weg findet!

 

Doris Wittig-Moßner, Nürnberg