10 Jahre ist Alex Woods alt, als ihn ein Meteorit trifft und eine Temporallappenepilepsie verursacht. Tabletten, Auren und Anfälle bestimmen plötzlich sein Leben, sind aber nur der Rahmen dieser außergewöhnlichen Geschichte, in deren Mittelpunkt eine ganz spezielle Freundschaft steht. Denn mit Mr. Peterson lernt er einen Vietnam-Veteranen kennen, der ihm zeigt, dass man nur ein einziges Leben hat und immer die bestmöglichen Entscheidungen fällen sollte. Und deshalb findet sich Alex sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover wieder auf der Rückreise aus der Schweiz, wohin er Mr. Peterson zum Sterben begleitet hat.
Lustig und berührend, einfühlsam und amüsant, ein Plädoyer für Toleranz und Anderssein – dieser Roman ist viel, nur nicht langweilig und „von der Stange“.
Das Buch stand aufgrund der Epilepsie des Protagonisten auf meiner Leseliste, aber ich wusste nicht, dass es sich vor allem um das Thema Sterben und Sterbehilfe dreht. Es geht um Menschenwürde und das Recht eines jeden, seine eigene Wahl zu treffen, um Freundschaft und Liebe, Leben und Tod, Mut und Konsequenz.
Der Debütroman des 1982 geborenen Autors Gavin schlug in vielen Ländern ein wie ein Meteorit. Alex Woods eroberte die Herzen der Leser im Sturm und die Presse feierte den Roman als DIE Entdeckung des Jahres – und das zu Recht.
Fazit: Großartig!
Doris Wittig-Moßner, Nürnberg