2.8 Sprechen über Epilepsie

Offenheit ist Trumpf und sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche mit Epilepsie lernen, so normal wie nur irgend möglich mit ihrer Erkrankung umzugehen.

 

Klassenlehrer sollten – auch bei Anfallsfreiheit – über die Epilepsie bzw. mögliche Anfälle Bescheid wissen. Somit können sie auf die Besonderheiten des Kindes Rücksicht nehmen „im Fall der Fälle“ entsprechend reagieren.

 

Treten während der Schulzeit keine Anfälle auf, dann ist es nicht unbedingt nötig, Mitschüler über die Erkrankung zu informieren. Sollten jedoch Anfälle möglich sein, so empfiehlt es sich, die Klasse aufzuklären und mit ihr einen Notfallplan zu erarbeiten – vorausgesetzt der betroffene Schüler ist mit der Information seiner Klassenkameraden einverstanden. Dies hilft allen, bei einem Anfall richtig zu handeln und ggf. notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.

 

Auch eine Schulung ist für Lehrkräfte und Mitschüler eine Möglichkeit, Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu gewinnen (siehe Punkt 3.4 Schulungen für Fachpersonal).