DGfE-Öffentlichkeitstag in Würzburg mit Severin Freund
Spannend, abwechslungsreich und rundum gelungen
Vom 10. bis zum 13. Juni 2026 traf sich die Epilepsie-Fachwelt Deutschlands in Würzburg zur 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE).
Und auch dieses Mal gab es zum Abschluss einen Öffentlichkeitstag, der mit Unterstützung der Selbsthilfe-Verbände organisiert wurde, um Menschen mit Epilepsie, deren Familien und Interessierte über die Erkrankung und neue Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren.
Informationsstände verschiedener Organisationen, die bereits ab 9:30 Uhr besucht werden konnten, umrahmten diesen besonderen Tag und boten den Besuchern einen passenden Einstieg in den offiziellen Teil des Programms, das um 10:00 Uhr an den Start ging.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Felix Rosenow, Tagungspräsident der DGfE-Fachveranstaltung, wurden verschiedenste Themen aufgegriffen: Was sind EEG und MRT und wie bereite ich mich darauf vor? Bedarfsmedikation bei Kindern und Erwachsenen – wann ist diese nötig und richtig? Welche personalisierten Ansätze gibt es bei genetisch bedingten Epilepsien? Um was handelt es sich bei der stereotaktischen Laserthermoablation als neue Option in der Epilepsiechirurgie?
Ein großes Dankeschön geht an PD Dr. Caroline Reindl (Erlangen), Prof. Dr. Adam Strzelczyk , Prof. Dr. Susanne Schubert-Bast, Dr. Catrin Mann und Prof. Dr. Felix Rosenow (alle Frankfurt) für ihre abwechslungsreichen Vorträge und ihre Bereitschaft, die Fragen des wissbegierigen Publikums zu beantworten.
In der Pause standen für alle kostenfrei ein Imbiss und Getränke zur Verfügung – gesponsert vom Landesverband Epilepsie Bayern e. V. Der rege Austausch untereinander zeugte davon, wie viele neue Impulse die Teilnehmenden am Vormittag bekommen hatten.
Im zweiten Teil der Veranstaltung, der von den Epilepsie-Beratungsstellen Unterfranken und Oberbayern gestaltet wurde, standen praktische Hilfen im Vordergrund: Wie kann ich Kindern und Erwachsenen die Erkrankung gut und verständlich erklären? Was sollte ich als Betroffener beachten, um ein gutes Arztgespräch zu führen?
Das Highlight des Tages war sicherlich der Auftritt von Severin Freund, der von seinem Leben mit Epilepsie berichtete und geduldig viele Fragen dazu beantwortete, wie er sich trotzdem seinen Traum einer Karriere als Leistungssportler erfüllen und mit einer aktiven Epilepsie Skisprung-Olympiasieger und -Weltmeister werden konnte. Sympathisch, authentisch und spannend erzählte er eine Mutmacher-Geschichte der ganz besonderen Art!
Zum Abschluss gab es noch einen kurzen Ausflug in die Welt der künstlichen Intelligenz: Doris Wittig-Moßner, die die Moderation an diesem Tag innehatte, präsentierte einen kurzen Impuls zum Thema »Fragen Sie die KI! Ist das die Lösung?« und Simone Fuchs von der Epilepsieberatung Unterfranken stellte KI-generierte Bilder vor, die im Rahmen des Projekts »Der Epilepsie ein Bild geben« entstanden sind.
Fazit: Eine bunte, anregende und motivierende Mischung – eine Veranstaltung, so wie man sie sich wünscht mit vielen zufriedenen und glücklichen Gesichtern am Ende und der einhelligen Meinung, dass sich die Fahrt nach Würzburg und die Teilnahme gelohnt haben!
Doris Wittig-Moßner